Zwischen Gleisen und Ideen

Der Garagen-Campus ist ein Kultur-, Projekt- und Veranstaltungsort, der für dich und deine Ideen Raum bietet. Bei uns kannst du nicht nur für die nächste Firmenfeier oder den nächsten Kongress Räume mieten, sondern auch kreative Workshops, Festivals, Ausstellungen oder etwas komplett Neues umsetzen. Wenn du lieber Besucher*in bist, kannst du dich von genau diesen Angeboten und Veranstaltungen inspirieren lassen, lernen und Menschen begegnen.

Der Weg zur Gegenwart

Verborgene Orte sichtbar machen, Raum für Kreativität schaffen, Macher*innen fördern und europäische Identität stärken – das ist der Leitgedanke von „C the Unseen – European Makers of Democracy“, dem programmatischen Schwerpunkt der Kulturhauptstadt Europas 2025.

Mitten in Chemnitz-Kappel ist daraus bereits ein lebendiger Ort entstanden: der Garagen-Campus. Auf dem Gelände des ehemaligen Straßenbahndepots der CVAG trifft historische Industriearchitektur auf neue Ideen, Kunst und Kultur.

Der Garagen-Campus ist Teil der Interventionsflächen der Kulturhauptstadt und versteht sich als offener Raum für kulturelles Schaffen, Austausch und gemeinsame Entwicklung. Hier können Projekte wachsen, Netzwerke entstehen und neue Perspektiven auf die Stadt und Europa sichtbar werden.
Ein Ort für Macherinnen, Kreative, Nachbarinnen – und für alle, die Chemnitz aktiv mitgestalten möchten.

VIDEO: DER GARAGEN-CAMPUS ERKLÄRT

In diesem Video nehmen euch Katharina von Storch, Tina Winkel und Stefan Tschök aus dem Garagen-Campus-Team mit auf eine Reise durch Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft des Areals.

Erfahrt mehr über die bewegte Geschichte des ehemaligen Straßenbahndepots – und darüber, wie hier ein neuer Ort für Kultur, Kreativität und Gemeinschaft entsteht.

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Die Geschichte des Ortes

Der Betriebshof Kappel ist der älteste Standort des Chemnitzer Nahverkehrs – und ein Stück Stadtgeschichte. Am 22. April 1880 fuhr hier die erste Pferdebahnlinie vom Hof aus, damals noch mit einem einfachen Wagenschuppen aus Holz, vier Gleisen und einer Kutscherstube.

Mit der Einführung des elektrischen Bahnbetriebs 1893 begann der Ausbau des Areals: Neue Wagenhallen entstanden, darunter eine große Halle mit Platz für 64 Straßenbahnwagen (1908), ergänzt durch ein Direktions- und mehrere Gemeinschaftsgebäude. Der Betriebshof wurde zur logistischen Herzkammer des städtischen Nahverkehrs.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gelände zunächst repariert und modernisiert. In den 1980er Jahren Jahren läutete die EInführung der neue Variobahnen das Ende der Niederflurbahnen ein. Der Standort Kappel wurde mit Fertigstellung des neuen Firmensitzes in Adelsberg sukzessive aufgegeben.

Einige Flächen wurden verpachtet oder zurückgebaut – andere blieben ungenutzt. Doch ein Teil der Geschichte lebt weiter: 1987 gründete sich die Arbeitsgemeinschaft Straßenbahnfreunde, um Fahrzeuge und Erinnerungen im ansässigen Straßenbahnmuseum zu bewahren.

Mit dem Garagen-Campus entsteht zusätzlich auf diesem historischen Boden ein neuer Ort – offen für die Zukunft, verwurzelt in der Vergangenheit.